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Alt 01.02.2011, 18:00   #21
Gabi
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Zitat:
Jein - sehr oft ist das "Übriggebliebene" ja uralt - die Leihmeeris hingegen im sogenannt besten Alter, das fände ich schon einen Aspekt, den man beachten müsste bei der Entscheidung, wer nun stressloser umzieht...
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Natürlich sind die Leihmeeris im "besten Alter" wenn sie ausgeliehen werden - aber unter Umständen halt dann ebenfalls "uralt", wenn das Gspänli gestorben ist. Ist doch eine einfache Rechnung: wenn du zu einem fünfjährigen Säuli ein dreijähriges abgibst und das fünfjährige noch zwei weitere Jahre lebt, ist auch das dreijährige unterdessen fünf...
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Alt 01.02.2011, 21:05   #22
Priska
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Zitat:
Zitat von Gabi Beitrag anzeigen
<<<<<<<<<<<

Natürlich sind die Leihmeeris im "besten Alter" wenn sie ausgeliehen werden - aber unter Umständen halt dann ebenfalls "uralt", wenn das Gspänli gestorben ist. Ist doch eine einfache Rechnung: wenn du zu einem fünfjährigen Säuli ein dreijähriges abgibst und das fünfjährige noch zwei weitere Jahre lebt, ist auch das dreijährige unterdessen fünf...
Erfahrungsgemäss sind die Leihmeerschweinchen nicht so lange auswärts, weil die meisten Leute ja nicht so unterschiedlich alte Meerigruppen haben....

Gruss
Priska
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Alt 02.02.2011, 08:14   #23
Gabi
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Zitat:
Erfahrungsgemäss sind die Leihmeerschweinchen nicht so lange auswärts, weil die meisten Leute ja nicht so unterschiedlich alte Meerigruppen haben....
Warst du schon ziemlich müde, als du das geschrieben hast oder reden wir grad total aneinander vorbei?

Wenn die Leute ein Leihmeeri suchen, haben sie ja eben KEINE Gruppe mehr, sondern in aller Regel ein einsames, ungefähr fünfjähriges Meeri.
(Jedenfalls ist das bei den diversen Anfragen, die ich bisher bekommen habe, fast immer etwas in diesem Alter gewesen)

Und ihr sagt ja klipp und klar, dass ihr als Leihmeeri meist ungefähr dreijährige Tiere abgebt.

Dann gibt es doch eben genau die Kombination, die ich geschildert habe: fünfjähriges plus dreijähriges.

Das dreijährige kommt also nur dann schneller zurück, wenn das fünfjährige bald stirbt.
Wolltest du eigentlich schreiben, dass die meisten Meeris eurer Kunden sowieso nicht viel älter werden als fünf Jahre?

(Okay, bei mir wird rund die Hälfte der Tiere plusminus fünfjährig. Die andere Hälfte wird plusminus siebenjährig. Zu sehen ganz einfach in meiner Galerie. Vielleicht habt ihr halt ganz andere Erfahrungswerte...?)
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Alt 02.02.2011, 10:09   #24
Ronja
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Hallo zusammen

Ich habe nur am Anfang, ältere Tiere vermittelt. Dann kamen eben zum Teil ganz alte zurück, welche dann bei mir blieben. Zum Teil hatten diese dann auch Probleme sich wieder einzuleben. Darum gebe ich schon lange, junge Erwachsenene Meeries raus, welche dann evt. 3-jährig sind, wenn diese wieder zurückkommen.

Ich biete ja immer noch Leihmeeries an, obwohl ich nicht mehr auf der Liste stehen "darf", weil ich mich nicht überprüfen lassen wollte, warum sollte ich das auch machen, es wären nur zusätzliche Kosten gewesen, welche ich lieber ausgebe, zB. für Kastrakosten, weil ich regelmässig unkastrierte Buben übernehme, die ein gutes zu Hause verdient haben.

Ich war nie überhäuft, mit Anfragen, wohne wahrscheinlich am falschen Ort! Zu Tieren, welche in Aussenhaltung leben, habe ich immer 2 Jungtiere oder 2 junge Erwachsene abgegeben, denn ich vermittle nur, wenn mind. 3 Tiere in Aussenhaltung leben.

Aber da ich ja bald aufhöre mit der Zucht, freue ich mich dann auf meine ehemaligen, welche zurückkommen und dann auch bleiben dürfen.
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Liebs Grüessli, Doris
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Alt 02.02.2011, 11:42   #25
karin66
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Standard Leihmeeris

@ Doris: Wenn jemand langsam mit der Haltung von Meeris aufhören möchte, dann möchte er nicht 2 Jungtiere dazu nehmen, sondern eben eines - wenn möglich im ähnlichen Alter des verbliebenen Meeris - das zumindest ist meine Erfahrung.
Ich hatte nie Probleme mit der Wiedereingliederung eines Leihmeeris - es ist ja klar, dass das Tier nicht von einer Zweierhaltung gleich ins grosse Rudel mit 50 Tieren kommt sondern eben erst in eine Kleingruppe.

Betreffend Liste Leihmeerschweinchen: jedes Mitglied eines Vereins konnte sich letztes Jahr kostenlos durch den Tierschutzberater von Kleintiere Schweiz kontrollieren lassen - und die Kosten einer Mitgliedschaft in einem Verein macht nicht mal eine Kastration aus....
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Alt 02.02.2011, 11:49   #26
Priska
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Zitat:
Zitat von Gabi Beitrag anzeigen
Warst du schon ziemlich müde, als du das geschrieben hast oder reden wir grad total aneinander vorbei?

Wenn die Leute ein Leihmeeri suchen, haben sie ja eben KEINE Gruppe mehr, sondern in aller Regel ein einsames, ungefähr fünfjähriges Meeri.
(Jedenfalls ist das bei den diversen Anfragen, die ich bisher bekommen habe, fast immer etwas in diesem Alter gewesen)

Und ihr sagt ja klipp und klar, dass ihr als Leihmeeri meist ungefähr dreijährige Tiere abgebt.

Dann gibt es doch eben genau die Kombination, die ich geschildert habe: fünfjähriges plus dreijähriges.

Das dreijährige kommt also nur dann schneller zurück, wenn das fünfjährige bald stirbt.
Wolltest du eigentlich schreiben, dass die meisten Meeris eurer Kunden sowieso nicht viel älter werden als fünf Jahre?

(Okay, bei mir wird rund die Hälfte der Tiere plusminus fünfjährig. Die andere Hälfte wird plusminus siebenjährig. Zu sehen ganz einfach in meiner Galerie. Vielleicht habt ihr halt ganz andere Erfahrungswerte...?)
Hoi Gabi

Ich war weder müde, noch habe ich an dir vorbei geredet:
Die meisten Leute, die Leihmeeris brauchen, hatten zwei (ev. drei) Tiere, die sie zusammen angeschafft hatten. Wenn also eines stirbt (meist am Ende seines Lebens, wenn es früh stirbt, haben die Leute noch gar nicht im Sinn, mit der Meerihaltung aufzuhören, ist das andere meist ebenso alt, und lebt nicht mehr wahnsinnig viel länger.

Wie alt die Tiere üblicherweise werden bei den Leuten, die Leihmeeris wollen, weiss ich nicht - längst nicht alle sind meine Kunden.
Aber aufgrund von dem was ich höre, werden heutzutage die meisten Meeris nicht mehr sieben Jahre alt.

Und Leihmeeris sind längst nicht immer schon dreijährig - ich habe nicht so viele Tiere in dem Alter. Meist sind es halbjährige Tiere, die ich rausgebe...

Gruss
Priska
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Alt 02.02.2011, 12:08   #27
Ronja
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Zitat von karin66 Beitrag anzeigen
@ Doris: Wenn jemand langsam mit der Haltung von Meeris aufhören möchte, dann möchte er nicht 2 Jungtiere dazu nehmen, sondern eben eines - wenn möglich im ähnlichen Alter des verbliebenen Meeris - das zumindest ist meine Erfahrung.


Betreffend Liste Leihmeerschweinchen: jedes Mitglied eines Vereins konnte sich letztes Jahr kostenlos durch den Tierschutzberater von Kleintiere Schweiz kontrollieren lassen - und die Kosten einer Mitgliedschaft in einem Verein macht nicht mal eine Kastration aus....
Hallo Karin

Nun, will ich einem Verein beitreten? Ich trete nur einem Verein bei aus überzeugung und nicht weil ich dazu "bewegt" werde.....

Dann gibts Du für Aussenhaltung, in dem Fall auch einzelne Tiere zu einem einsamen Meerie ab? Ich nicht, obwohl ich nicht offiziell kontrolliert wurde, weil ich es nicht ideal finde nur ein Duo in Aussenhaltung zu halten, aus den uns allen bekannten Gründen....
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Liebs Grüessli, Doris
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Alt 02.02.2011, 12:43   #28
Priska
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Dann gibts Du für Aussenhaltung, in dem Fall auch einzelne Tiere zu einem einsamen Meerie ab? Ich nicht, obwohl ich nicht offiziell kontrolliert wurde, weil ich es nicht ideal finde nur ein Duo in Aussenhaltung zu halten, aus den uns allen bekannten Gründen....
Das ist wohl Geschmacksache.
Meine Erfahrung ist, dass eine Zweiergruppe fast immer harmonischer ist als eine Dreiergruppe. Auch bei 1.2 bleibt sehr oft eines abseits und hat also das weit grössere Risiko, kalt zu haben, als die beiden, die nur zu zweit leben.

Gruss
Priska
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karin66 (02.02.2011), Monika (13.02.2011)
Alt 02.02.2011, 14:15   #29
karin66
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Standard Zwei- oder Drei?

@ Doris:Neuhalter nehmen oftmals von Beginn an drei Tiere, aber zwingen kann ich sie wohl nicht dazu....richtigerweise darf kein Tier alleine gehalten werden, jetzt will man die Leute schon zu drei Tieren zwingen, weil man das Gefühl hat, zwei seien zu wenig. Wie hältst du es denn mit Frühkastraten? Da ist allgemein bekannt dass eine gerade Zahl wesentlich verträglicher ist, als eine ungerade. Müssen dann die Leute gleich vier nehmen????
Und wie gesagt, gerade bei Leihmeerschweinchen möchten die Halter ab- und nicht aufbauen somit gebe ich auch ein einzelnes Tier zu einem vorhanden Tier ab (was im übrigen nichts mit kontrollierter oder nicht kontrollierter Zucht zu tun hat.....)
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Krümel (02.02.2011)
Alt 02.02.2011, 15:04   #30
Ronja
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Hallo Karin

Genau so mache ich das. Ich berate meine Kunden, gebe Tipps ab und erkläre Ihnen, warum ich in Aussenhaltung nur 1.2 oder eben 4.0 abgebe.

4 Jungs kommen ja nur in Frage, wenn jemand eine grosses Gehege zu bieten hat. 3 Jungs gebe ich nicht ab.

Ich gebe mir sehr viel Mühe, das wissen meine "Kunden". Wenn aber eine Familie bzw. zukünftige Futtergeber, nicht die genannten Konstellationen kaufen möchten, dann kann ich daran nichts ändern. Nur, verkaufe ich dann meine Tiere an einen anderen Interessenten. Ich wähle aus, wer Meeries von mir bekommt. Damit ich ein gutes Gefühl habe. Ich gebe mir darum auch viel Mühe bei der Gruppenzusammensetzung und könnte nie ein Meerie einfach so verkaufen ohne zu wissen, wo, bzw. wie es in naher Zukunft lebt. Darum bekomme ich auch von jedem zukünftigen Halter, Fotos bevor das Tier bei mir auszieht. Das hat nichts mit Zwang zu tun. Oder fügst Du dich deiner "Kundschaft"? Sicher nicht, so hoffe ich zumindest.
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Alt 02.02.2011, 15:28   #31
karin66
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Verstehe ich das richtig, bei Dir muss die Mindestgruppe also 1.2 oder 4.0 betragen? Ansonsten bekommt jemand keine Tiere.
Also ich berate meine Kunden mit Sicherheit auch, aber ich bin nicht der Meinung, dass zwei Meeris zu halten falsch ist, daran halte ich fest. Im übrigen habe ich auch schon Tiere nicht verkauft, weil mir die Angaben der Käufer zu wage oder unglaubhaft schienen. Aber die 100 %-ige Garantie hat man nie.
Weisst Du Fotos von der zukünftigen Haltung zu schicken ist kein Problem, schöne Bilder sind schnell gefunden im Internet, darauf gebe ich nichts. Wenn schon müsste man die Haltung vor Ort überprüfen und da hört für mich dann der Spass endgültig auf. So viel Vertrauen muss sein, wenn mir ein zukünftiger Halter sein Stall / Gehege inkl. Grössenangabe ausreichend beschreibt dann glaube ich an das Gute im Menschen..... da brauch ich nicht noch Hochglanzbilder.... Meist bekomme ich eh nach einiger Zeit dann eine Rückmeldung mit Bildern, wie die Tiere jetzt leben.
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Krümel (02.02.2011)
Alt 02.02.2011, 15:55   #32
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Zitat:
Zitat von karin66 Beitrag anzeigen
Verstehe ich das richtig, bei Dir muss die Mindestgruppe also 1.2 oder 4.0 betragen? Ansonsten bekommt jemand keine Tiere.
Hallo Karin

Wenn wir von Aussenhaltung reden, ja so mache ich das. In Innehaltung ziehen natürlich auch 1.1 oder 2.0 aus.

Natürlich reden wir hier von neuen Gruppen, aber das ist wohl klar.

Ich weiss von viele Beispielen, bei denen die Kundschaft ohne den Käfig zu messen, meinte er sein 140cm lang, aber er war dann meist nur 120cm oder noch kürzer!

Oder die Beschreibung des Geheges, mag von der Grösse her tip top sein. Aber auch in schlecht strukturierte Haltung, mit zB.nur 1 Loch, pro Haus, weise ich die Kunden darauf hin.

Wenn jemand seine Gruppe ergänzen möchte, sieht man auf einem Foto man ganz schnell, ob sich die Kunden vorher schon mit artgerechter Haltung befasst haben, oder nicht. Meine Kunden schätzen, das ich genau Nachfrage, die anderen werden nie meine Kunden, das stimmt so absolut für mich. Ich könnte darum auch nie Tiere in ein Zoogeschäft liefern, dann hätte ich schlaflose Nächte.
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Alt 03.02.2011, 07:30   #33
Gabi
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Zitat:
Meist sind es halbjährige Tiere, die ich rausgebe...
Hm. Halbjährige Tiere aus der eigenen Zucht? Da würdest du bei mir höchstens mal ausnahmsweise einen Kastraten finden. Eigene Weibchen sind in diesem Alter längst verkauft. Oder ich habe beschlossen, sie selber zu behalten.
Aber klar, manche Zuchten haben ja auch ganzjährig ein "Angebot" von zwanzig, dreissig oder noch mehr Verkaufstieren. Da kann ich dann wohl überhaupt nicht mitreden.
Und dann: ein einzelnes halbjähriges zu einem vier- oder fünfjährigen Tier?
Ob das wirklich so genial ist? Weiss grad nicht.

Zitat:
dann möchte er nicht 2 Jungtiere dazu nehmen, sondern eben eines - wenn möglich im ähnlichen Alter des verbliebenen Meeris -
Das hängt nun wirklich weitgehend von unserer Beratung ab. Man redet ja mit den Leuten vorher. Natürlich ruft niemand an und fragt nach zwei jüngeren Tieren, wenn er daran denkt, gelegentlich mit der Meerihaltung aufzuhören. Aber oft sind die Leute von der Idee sehr angetan. Sie kommen bloss selber nicht darauf.

Am Montag hatte ich diesbezüglich ein sehr interessantes Telefongespräch.
Marina Krauer hat einer Frau aus dem Raum Mutschellen meine Adresse angegeben. Das letzte Meeri dieser Frau ist jetzt viereinhalbjährig und sie möchte es verständlicherweise nicht allein lassen - möchte aber nachher mit der Meerihaltung aufhören. Ein ungefähr gleichaltriges Vermittlungskastrat bei mir hätte die Frau angesprochen.
Allerdings hat dieser Kastrat das Pech gehabt, dass er schon einmal als Dreijähriger zu zwei Weibchen vermittelt wurde - und nun sind beide Weibchen vor ihm gestorben und weil auch an diesem Ort die Meerihaltung beendet werden sollte, ist er noch einmal bei mir eingezogen.
Ich habe der Frau die Geschichte erzählt und klar gesagt, dass ich für diesen Kastraten nur noch einen Platz in Betracht ziehe, wo er sicher bis zu seinem Lebensende bleiben darf. Sie fand das eine sehr schöne Überlegung und gemeinsam haben wir andere Ideen für sie diskutiert.
Ich habe ihr schliesslich vorgeschlagen, sofern der Platz ausreiche (mindestens 140 x 70 cm plus Etage), ein erwachsenes, aber noch relativ junges Pärchen zu ihrem älteren Weibchen zu setzen. Also etwa ein- bis zweijährige Tiere.

Nach meiner bisherigen Erfahrung funktioniert eine solche Dreiergruppe meistens recht gut. Dass bei einer Dreiergruppe eines ausgegrenzt wird, stelle ich vor allem dann fest, wenn zu einem gestandenen älteren Paar ein junges Weibchen dazustösst. Umgekehrt eigentlich nicht.

Wenn dann ihr Weibchen wegsterbe, könne sie für diese beiden GEMEINSAM einen neuen Platz suchen. Einerseits sind die dann wohl noch jung genug, um die erneute Umstellung relativ gut verdauen zu können.
Andererseits ist ein Umzug wohl weniger stressig, wenn zwei gemeinsam umziehen können.
Und vor allem: es eilt dann nicht mit der Platzierung, im Gegensatz zu einem einzelnen Tier, das sofort einen Platz bei Gspänli bekommen sollte.
Die Frau kann in aller Ruhe nach einem idealen Platz suchen, wobei ich ihr allenfalls auch gerne behilflich bin. Für solche Fälle habe ich auf meiner Website die Rubrik "Fremdvermittlungen" eingerichtet. Diese Vermittlungstiere bleiben beim Besitzer und müssen also nur einmal umziehen, nicht zuerst zu mir und dann nochmals woanders hin.
Ich helfe aber aktiv mit bei der Suche nach einem guten Platz.
Und zwar auch, wenn die Tiere gar nicht von mir stammen.
Und auch ohne etwas zu verrechnen.

Einfach, weil ich der Meinung bin, dass man, wo immer möglich, Tiere direkt von A nach B umplatzieren sollte, ohne Zwischenstation. Und weil ich eben auch weiss, dass viele Halter etwas überfordert sind, wenn sie das ohne Hilfestellung selber machen müssen. Hier teile ich gerne meine Erfahrung und auch mein Beziehungsnetz.

Im konkreten Fall fand die Frau meine Idee sehr gut, musste aber erst einmal ihren Käfig ausmessen. Sie hat sich nicht mehr gemeldet - das muss aber nun nicht heissen, dass der Käfig zu klein war, ich hätte momentan auch keine passenden Tiere für sie. Natürlich hoffe ich, dass sie in der Zwischenzeit ein nettes Pärchen gefunden hat. Vielleicht bei einer Zucht, die viele, viele Abgabetiere hat und eben auch bereits erwachsene?
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Alt 03.02.2011, 07:58   #34
Priska
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Zitat:
Zitat von Gabi Beitrag anzeigen
Hm. Halbjährige Tiere aus der eigenen Zucht? Da würdest du bei mir höchstens mal ausnahmsweise einen Kastraten finden. Eigene Weibchen sind in diesem Alter längst verkauft. Oder ich habe beschlossen, sie selber zu behalten.
Aber klar, manche Zuchten haben ja auch ganzjährig ein "Angebot" von zwanzig, dreissig oder noch mehr Verkaufstieren. Da kann ich dann wohl überhaupt nicht mitreden.
Hoi Gabi

Obwohl ich nicht ganzjährig zwanzig oder dreissig Verkaufstiere habe, habe ich regelmässig halbjährige Tiere abzugeben, nicht nur Kastraten, sondern auch Weibchen. Nämlich solche, die ich behalte, um zu beobachten, wie sie sich entwickeln. Und mit halbjährig, wen sie annähernd ausgewachsen sind, beschliesse ich dann oft, dass sie doch nicht so typvoll geworden sind, wie ich sie gern hätte, und dann platziere ich sie dennoch....


Zitat:
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Und dann: ein einzelnes halbjähriges zu einem vier- oder fünfjährigen Tier?
Ob das wirklich so genial ist? Weiss grad nicht.
Nein, genial ist keine dieser Lösungen. Genial wäre, wenn gar nie ein Tier übrig bleiben würde. Dann müsste man nämlich keine andere Lösung suchen, die immer nur ein Kompromiss sein kann, eine Abwägung von was für wen am wenigsten stressig ist!

Gruss
Priska
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Alt 03.02.2011, 09:08   #35
Franziska
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Ich habe ihr schliesslich vorgeschlagen, sofern der Platz ausreiche (mindestens 140 x 70 cm plus Etage), ein erwachsenes, aber noch relativ junges Pärchen zu ihrem älteren Weibchen zu setzen.
Hallo Gabi,

ich weiss, es gehört vermutlich nicht in eine Leihmeerschweinchen-Diskussion, aber da bin ich jetzt doch grad hängen geblieben beim Lesen. Du gibst Tiere in eine Käfighaltung ab, wo dann 3 erwachsene Meeris dauerhaft auf einem knappen Quadratmeter Grundfläche leben ? Machst Du jetzt da einen Unterschied, ob es sich um Leihmeeris handelt oder nicht? Oder gibst Du Deine eigenen Tiere auch in solche Haltung ab?
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Liebe Grüsse, Franziska
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Alt 03.02.2011, 12:27   #36
Gabi
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Hallo Franziska

das gehört eigentlich wirklich in einen anderen Beitrag, da hast du recht. Vielleicht können die Admins das auseinanderklamüsern.

Ich gebe Meerschweinchen in einen 140 x 70 cm Käfig ab, ja.
Allerdings nicht Jungtiere, die bei mir im Aussengehege aufgewachsen sind.
Und auch nicht Vermittlungstiere, die vorher wesentlich mehr Platz zur Verfügung hatten.

Aber beispielsweise Jungtiere, die bei mir im Gartenhäuschen aufgewachsen sind, auf 240 x 60 cm. Und Vermittlungstiere, die bisher in einem Chüngelistall gelebt haben oder in einem Standardkäfig dieser Grösse (oder kleiner).

Leihmeeris gebe ich überhaupt keine ab, denn meine eigenen Tiere bleiben sowieso ihr ganzes Leben lang hier - und für die Vermittlungstiere, die ja schon mindestens einen Umzug zu mir hinter sich haben, suche ich eigentlich Lebensplätze. Es ist nicht die Idee, Vermittlungstiere mehrfach zu vermitteln.

Gruss
Gabi
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Alt 03.02.2011, 20:46   #37
Franziska
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Zitat:
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Leihmeeris gebe ich überhaupt keine ab, denn meine eigenen Tiere bleiben sowieso ihr ganzes Leben lang hier - und für die Vermittlungstiere, die ja schon mindestens einen Umzug zu mir hinter sich haben, suche ich eigentlich Lebensplätze. Es ist nicht die Idee, Vermittlungstiere mehrfach zu vermitteln.
Nun ja, wie man's dann nennt, ist ja eigentlich Geschmacksache. Aber auch bei Dir ziehen ja (Vermittlungs-)Tiere aus, kommen dann aus irgendwelchen Gründen zurück (meist eben nach dem Tod des/der letzten Gspänlis) - und werden von Dir erneut vermittelt. Solche Meeris hast Du doch recht oft "im Angebot", zum Teil auch im Alter von 5jährig und mehr. Diese Tiere haben ja dann mindestens die gleiche "Umzugskarriere" wie ein Leihmeeri. Wenn Du das selber praktizierst, kann es doch eigentlich so unzumutbar nicht sein, oder ?

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich will Dir weder an den Karren fahren noch sonst etwas Böses. Ich habe nur etwas Mühe zu verstehen, warum Du so hartnäckig gegen die Leihmeersäuliidee "schiesst". Niemand bestreitet ja, dass das Konzept (auch) Nachteile hat. Aber alle anderen Lösungen haben das ebenfalls. Leider ist es doch so, dass es die Lösung, die sowohl für die beteiligten Meersäuli als auch für die involvierten Zweibeins ausschliesslich Vorteile hat, einfach nicht gibt. Man muss wohl immer im Einzelfall abwägen, wie man den Bedürfnissen des verwaisten Tieres gerecht werden und was man den zur Gesellschaft vorgesehenen Meeris zumuten kann: wer steckt den Umzug besser weg? Wer kann sich an veränderte/evtl. sogar verschlechterte Haltungsbedingungen besser anpassen? Was kann sich der Halter vorstellen - kommt eine Trennung vom verwaisten Meeri in Frage?

Die Leihmeeriidee ist ein möglicher Ansatz, und ich finde es gut, wenn die Idee in der Öffentlichkeit bekannter wird. Das wird zumindest mithelfen, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Meeris keinesfalls alleine bleiben dürfen und dass man auf jeden Fall eine Lösung suchen muss, um ein Alleineleben zu vermeiden. Den Rest müssen dann wohl die Züchter oder Vermittler erledigen, die die Beratungsarbeit im Einzelfall auf sich nehmen. Und da würde es vielleicht nichts schaden, auch anderen Züchterinnen ein wenig Kredit einzuräumen und ihnen zuzutrauen, dass sie ebenso wie Du an tiergerechten Lösungen interessiert und durchaus auch fähig sind, kompetent auf das Tierwohl hin zu arbeiten.
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Liebe Grüsse, Franziska
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Alt 04.02.2011, 07:45   #38
Gabi
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Ich schiesse überhaupt nicht hartnäckig gegen die Leihmeeridee an sich, da unterstellst du mir nun einfach etwas.
Habe ich doch in meinem allerersten Beitrag zu dieser Diskussion ganz am Anfang schon gesagt. Die Idee an sich ist durchaus gut - es fragt sich aber immer, wie das umgesetzt wird.
Und ich finde die Vermittlung von Meeris, vor allem älteren, überhaupt nicht besser. Für mich persönlich ist es eine Möglichkeit, die ich anbieten kann, während das mit den Leihmeeris bei mir nicht funktioniert - denn meine kleine Zucht ist völlig anders aufgebaut als etwa diejenige von Priska oder Karin.

Mir gehts drum, dass wir alle nicht einfach irgendwas bejubeln und so tun, als wäre das eine perfekte Lösung, sondern laufend weiterdiskutieren und neue, bessere Ansätze finden. Ich bin halt dummerweise immer noch der Meinung, dass ein Forum, im ursprünglichen Sinn, nicht einfach eine Plattform ist, um sich gegenseitig auf die Schultern zu klopfen, sondern um Gedanken auszutauschen und zu diskutieren. Und eine Diskussion kann nie entstehen, wenn keinerlei Kritik kommt.

Diskussion ist auch eine Möglichkeit der "Qualitätskontrolle". Jede und jeder von uns sollte sich laufend hinterfragen, was sie/er eigentlich macht und wieso. Für mich persönlich ist das einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Und jede, die mich schon etwas länger kennt, weiss, dass ich im Lauf der Zeit schon relativ viele Korrekturen bei meiner Haltung und auch bei meinen Zielen vorgenommen habe. Nur wer bereit ist, Fragen zuzulassen kann sich weiterentwickeln.
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Alt 22.12.2011, 16:31   #39
Heike*
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Ich habe da mal ne Frage allgemein. Diese Leihschweinsache irritiert mich.
Meine MS, die hier ausziehen dürfen jeder Zeit auch wieder zu mir gebracht werden, wenn aus irgendwelchen Gründen die Haltung nicht mehr möglich ist.

Das ist bei mir generell so.

Das kommt dem Handling der Leihschweinchenbezeichnung ja gleich.
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Alt 22.12.2011, 20:04   #40
Priska
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Zitat:
Zitat von Heike* Beitrag anzeigen
Ich habe da mal ne Frage allgemein. Diese Leihschweinsache irritiert mich.
Meine MS, die hier ausziehen dürfen jeder Zeit auch wieder zu mir gebracht werden, wenn aus irgendwelchen Gründen die Haltung nicht mehr möglich ist.

Das ist bei mir generell so.

Das kommt dem Handling der Leihschweinchenbezeichnung ja gleich.
Hallo!

Schön, wenn du bei jedem deiner Verkaufstiere garantieren kannst, dass du sie jederzeit und sofort (in der Regel innert 24 h) zurücknehmen kannst - ich kann das leider nicht. Deshalb mache ich mit den Leuten, die wirklich ein Leihmeerschweinchen nötig haben, das speziell so ab.
Alle andern können ihre Tiere auch wieder zurück bringen - wenn ich Platz habe - das bedeutet aber oft, dass sie ein, zwei, drei Wochen warten müssen, bis ich andere Übernahme- oder Verzichttiere platzieren konnte und wieder einen leeren Stall habe.
Für die Leihmeerschweinchen (die ja immer einzeln zurück kommen, und wo es eben pressiert, weil sie ja dann alleine sitzen, weil ihr Gspänli verstorben ist), habe ich es bisher immer geschafft, so kurzfristig eine Übergangslösung zu finden, aber für Tiere in Gruppen ginge das bei mir nicht.

Gruss
Priska
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